• Altersarmut:
    Was kannst du dagegen tun?

Knapp die Hälfte der Menschen, die eine Aufstockung ihres Einkommens, eine sogenannte Grundsicherung, empfangen, sind Rentner. Im Zuge der geplanten Absenkung des Rentenniveaus wird die Zahl der bedürftigen Ruheständler noch steigen. Die Lücke zwischen Nettoeinkommen und Rente vergrößert sich. So bekommt heute ein Standardrentner ca. 70 Prozent seines letzten Nettolohnes als Rente, was in der Regel ausreichend ist. 2030 werden es lediglich 59 Prozent des letzten Lohnes sein, die als Rente bezogen werden. Dies hat besonders Auswirkungen auf Personen, die eine niedrige Rente beziehen. Immer mehr sprechen von einer drohenden Altersarmut.

Was ist Altersarmut?

Eine Definition von Altersarmut im engen Sinne bezeichnet Menschen als arm, die ein nicht existenzsicherndes Einkommen beziehen. In Deutschland gibt es die Grundsicherung, somit kann jeder die Aufstockung auf ein Mindesteinkommen beantragen. Nach dieser engen Definition gibt es in Deutschland keine Armen. Man kann aber diejenigen als arm bezeichnen, die diese Grundsicherung erhalten.

Altersarmut kann auch relativ zum Nettoeinkommen der Gesamtbevölkerung betrachtet werden. Ist das Einkommen einer Person weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens gilt die Person als arm. Die relative Armutsgrenze liegt über dem Bedarfsniveau der Grundsicherung.

Grundsicherung im Alter

Die Grundsicherung ist eine Sozialleistung, die den Lebensunterhalt sicherstellt. Sie wird bedarfsorientiert ausgezahlt. 2012 erhielten etwa 460 000 Personen die Grundsicherung im Alter, das sind 6,6 Prozent mehr als in dem Jahr davor. Von 1 000 Personen, die älter als 65 Jahre sind, erhalten 27 eine Grundsicherung. Seit Einführung der Grundsicherung in 2003 steigt die Zahl der Leistungsempfänger kontinuierlich an.

Das Risiko der Altersarmut

Generell steigt das Risiko der Altersarmut. Dies liegt teilweise an der Absenkung des Rentenniveaus. Wenn Personen wenig in die Rentenversicherung einzahlen, sind ihre Renten nicht so hoch. Das betrifft vor allem Geringverdiener und Arbeitslose. Aber auch während Kindererziehungszeiten und wenn man sich ausschließlich um die Pflege von Angehörigen kümmert, wird nichts in die Rentenversicherung eingezahlt. Es gibt auch Personen, wie zum Beispiel Selbstständige, die nicht rentenversicherungspflichtig sind. Wenn sie nicht privat vorsorgen, haben sie gar keine Rente auch.

Wie sollte ich vorsorgen?

Zukünftig wird es immer wichtiger sich selber Gedanken um seine Alterssicherung zu machen, da das gesetzliche Rentenversicherungssystem nicht mehr ausreichend für alle vorsorgen kann. Auch der Staat hat dies erkannt und unterstützt die private Altersvorsorge zum Beispiel mit der Riester- und Rürup-Förderung. Eine weitere Möglichkeit zur Ergänzung der Rente ist die betriebliche Altersvorsorge. Wenn du noch weitere Fragen zur Altersvorsorge hast, schreibe uns oder melde dich zu einem Webinar an.

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